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Einbrüche: neuer Rekord

Einbrüche: neuer Rekord
42,6 Prozent mehr Einbrüche als 2014 gab es im vergangenen Jahr. Foto: Fotolia/ Picture-Factory
Kreis Viersen. 907 Einbrüche gab es im vergangenen Jahr im Kreis Viersen – 42,6 Prozent mehr als 2014. Die Polizei möchte nun mit mehr Präsenz und Präventionsarbeit gegen professionelle Einbrecherbanden vorgehen. Von Lutz Schütz

Niemals gab es im Kreis Viersen so viele Einbrüche wie im vergangenen Jahr. 2015 wurde 907 mal eingebrochen, wobei es 425 mal beim Einbruchsversuch blieb. Zum Vergleich: 2014 gab es „nur“ 636 Einbrüche (331 Versuche).

„Wir haben im vergangenen Jahr, als wir feststellen mussten, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche drastisch anstieg, unsere Ressourcen mit noch höher Priorität in die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs gesteckt. Es ist uns dennoch nicht gelungen, die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen umzukehren“, bekennt Kriminaldirektor Siegfried Lantermann, Leiter der Direktion Kriminalität der Kreis-Polizei.

Auch im Laufe des Jahres neu entwickelte Bekämpfungskonzepte hätten bislang noch keinen messbaren Erfolg gehabt. Allerdings konnte die Polizei zumindest ihre Aufklärungsquote im Bereich der Einbrüche erhöhen – von 12,4 auf 16,1 Prozent.

Bei der Bekämpfung der Einbrecherbanden, die teilweise höchst professionell vorgehen, setzt die Polizei vermehrt auf Präsenz und möchte, auch durch die Veröffentlichungen von Einbruchsdelikten in der Presse zu einer Sensibilisierung in der Bevölkerung beitragen.

„Wir können nicht überall sein, deswegen sind uns die Hinweise auf verdächtige Beobachtungen im Wohnumfeld der Bürger besonders wichtig, denn sie ermöglichen uns zielgerichtetes Handeln“, sagt Lantermann. Zudem sei technische Prävention ein probates Mittel, um Einbrüche einzudämmen – dies zeige sich schon an der gestiegenen Zahl der versuchten, aber letztendlich gescheiterten Einbrüche.

(Report Anzeigenblatt)