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Ein Zeichen der Solidarität

Ein Zeichen der Solidarität
Das Atomkraftwerk im belgischen Tihange. FOTO: Wikipedia
Kreis Viersen. Der Kreis Viersen wird die Klage der Städteregion Aachen bezüglich des belgischen Kernkraftwerkes Tihange ideell wie finanziell unterstützen. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von mehr als 50 Kommunen in Aachen. Von Lutz Schütz

„Wir setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität. Gemeinsam mit unseren direkten Nachbarn, der Stadt Mönchengladbach, dem Rheinkreis Neuss sowie dem Kreis Heinsberg, üben wir den Schulterschluss mit der Städteregion“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Der Viersener Kreistag hatte bereits in seiner Sitzung vom 10. März beschlossen, die Klage der Städteregion Aachen ideell zu unterstützen – dabei das weitere Vorgehen auch im Hinblick auf das Treffen in Aachen aber offen gelassen. Die finanzielle Unterstützung der Kommunen liegt je nach Größe jeweils zwischen 1000 und 3000 Euro.

Als nächster Schritt ist ein gemeinsamer Termin bei der EU-Kommission geplant, bei dem die Gruppe von EU-Parlamentspräsident Schulz empfangen wird. Ziel ist es, dem amtierenden EU-Kommissar für Energie, Miguel Arias Cañete, einen Fragenkatalog zu überreichen und ihn um Auskunft über die der Kommission vorliegenden Informationen in Sachen Tihange zu bitten. Der Termin wird in den nächsten Wochen stattfinden.

Die erste Klage der Städteregion Aachen vor dem belgischen Staatsrat läuft seit Anfang Februar. Vor dem obersten belgischen Verwaltungsgericht geht es in erster Linie um die Frage, ob es überhaupt eine Genehmigung für das Wiederhochfahren der Reaktoren gegeben hat.

(Report Anzeigenblatt)