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Ein Traum geht in Erfüllung

Schiefbahn. Fast 30 Jahre hat es gedauert, bis der große Traum von Marcus Schreiber in Erfüllung gegangen ist. 1985 beim ersten aktiven Schützenfest wuchs der Wunsch, selbst einmal mit dem Königssilber auf der Tribüne zu stehen. Von Lutz Schütz

Der damals 18 Jahre alte Jungschütze war erst wenige Jahre zuvor mit seinen Eltern an die Kleine Frehn in Niederheide gezogen. Die Eltern konnten hier im Garten der Großeltern den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Zwei Jahre später stand Onkel Lu auf der Tribüne und der Wunsch nahm immer mehr Gestalt an.

Doch dann kam es Schlag auf Schlag. Der gelernte Drucker startete im Beruf durch, wurde später Verkäufer von hydraulischen Komponenten und Dieseltanks für Lkw. Zugleich lernte der Schützenbruder, dass alte Liebe nicht rostet. Beim Schützenfest 1993 – wo sonst – funkte es heftig und die 23-jährige Michaela ließ den jungen Mann mit dem stets selbstbewussten Lachen nicht mehr los. Und das, obwohl der Reiterin sofort klar war, der wird mit Sicherheit mal König. Als Erzieherin wusste sie, dass manche Jungenträume eben niemals ausgeträumt werden. Da praktisch die ganze Familie der jungen Frau im Schiefbahner und Niederheider Schützenwesen aktiv und sie selbst schon 1989 Hofdame in Schiefbahn war, konnte sie diese Vorstellung nicht abschrecken.

Doch obwohl nun ein gemeinsamer Wunsch des Ehepaares im Raum stand, war anderer wichtiger. Erst kauften die beiden ein Grundstück in der zur Heimat gewordenen Honschaft, dann wurde 1999 Sohn Mirco geboren, anschließend das Haus gebaut. Doch die eigene Regentschaft ging beiden nicht aus dem Kopf. Und als der „Rumdriever“, der schon zweimal Page war, 2013 als Schülerprinz vorlegte, zog der Vater nach. Und weil das Bild so schön ist, schoss der Junior gleich noch einmal den begehrten Schülervogel ab, so dass nun Vater und Sohn gemeinsam als König und Prinz in Niederheide regieren.

(StadtSpiegel)