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Ein König in letzter Minute

Ein König in letzter Minute
Eine der ersten wichtigen Amtshandlungen: König Klaus II. nimmt die Parade ab. FOTO: Max
Willich. Der Stabwechsel von Carsten I. Schmitz zu Klaus Caris ließ die Verantwortlichen des Allgemeinen Schützenvereins in Alt-Willich in letzter Minute aufatmen. Von Kellys Grammatikou

Zulange hatte Präsident Willi Stennes vergeblich nach einem Aspiranten gesucht, schon drohte sich ein Interregnum abzuzeichnen, wie es bereits mehrere Willicher Schützenvereine und -bruderschaften erlebt haben, zu oft hatten Verhandlungen mit potentiellen Kandidaten nicht gefruchtet, so dass die Königs-Frage die Tage und Wochen vor dem Fest bis zu dessen Höhepu

nkt dominierte. Am Sonntag hatte sich dann aber doch noch ein strahlender Kandidat gefunden, der auch gleich die Regentschaft übernommen hat. Klaus II. Caris ist im ASV als Vizepräsident natürlich kein Unbekannter.

Einen Stabwechsel anderer Art leitete Stennes schon bei der Parade am Sonntagmorgen ein. Vor dem Königspodest nahm der gesamte Generalstab Aufstellung, um Platzmajor Theo Heyes zu verabschieden. Der gestandene Schütze ist seit 47 Jahren Mitglied des ASV und seit 25 Jahren im Amt, seit Jahresbeginn ist er schon Ehrenmitglied des Vereins. Auch im Abschied erwies sich Heyes als echter Schütze. Anstelle von Geschenken erhielt er auf eigenen Wunsch hin einen Umschlag, dessen Inhalt er je hälftig den Armbrustträgern und den Vogelträgern zukommen ließ. Der Schützennachwuchs freute sich, während die Ehrengäste ob dieser Geste applaudierten. Nachfolger als Platzmajor ist übrigens Heyes’ Sohn Thomas, der bereits seit Jahren als Adjutant das Handwerk gelernt hat.

Neu im Regiment war hingegen der neu gegründete Kanonenzug 2015 um Kommandeur Markus Kaules. Irrtümlich als Jägerzug angekündigt, zogen die Artilleristen in ihren schwarzen Uniformen ihr Geschütz von Hand durch Willich. Verstärkt wurde die neue Truppe bei ihrer ersten Parade vom Freicorps von Lützow mit Kanone Elisa, das seit einigen Jahren auch das Schützenfest einböllert. Auch diese Truppe trägt traditionell schwarze Uniformen aus der Zeit der Napoleonischen Kriege.

(StadtSpiegel)
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