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Den Golfball fliegen lassen

Anrath. Heute findet das erste Turnier der NRW GolfTrophy im Golfpark Renneshof zwischen Anrath und Forstwald statt. Auch wenn die 18-Loch Golfanlage bereits seit dem vergangenen Herbst bespielbar war, richtig los geht der Betrieb eigentlich erst jetzt – mit der ersten Sonne. Von Lutz Schütz

Dabei gibt es immer noch viele Provisorien. Das Sekretariat ist in einem Container direkt am Parkplatz eingerichtet (ab 10 Uhr erreichbar). Und die Gastronomie besteht bislang aus mehreren Holztischen im Freien und einem Verkaufswagen. Restaurant, Pro Shop und Sekretariat sowie Umkleiden und sanitären Einrichtungen sowie eine Caddyhalle befinden sich noch im Bau. Sie finden in zwei Flügeln des Renneshofes ihren Platz. „Ende Juli wird alles fertig sein“, ist Golfpark Manager Rainer Kunz zuversichtlich, auch wenn es sich um „technisch sehr aufwendige Renovierungsarbeiten“ handele. Seit Beginn dieses Jahres ist er Betriebsleiter der Renneshof GmbH, die seit 2013 einem Krefelder Investor gehört. „Das Restaurant mit Bar, Lounge und großer Terrasse wird öffentlich zugänglich sein und eine bodenständige, gutbürgerliche Küche bieten“, betont er.

Fertig sind dagegen bereits der eigentliche Golfplatz mit 18 Löchern und die Driving Range. Wo früher Kartoffeln, Rüben oder Kohlköpfe wuchsen, befindet sich heute eine grüne Hügellandschaft, die nur von wenigen jungen Bäumen unterbrochen wird (Ausnahme die „Allee“ entlang der Zufahrt und der Altbaumbestand rund um den Renneshof). „Das ist der erste Links Course am Niederrhein“, erklärt Rainer Kunz. Dies bedeutet, dass der Platz nicht wie ein Park angelegt ist, sondern eher den ursprünglichen schottischen und irischen, direkt am Meer gelegenen, Plätzen entspricht.

Obwohl auch Turniere veranstaltet werden, ist der Anrather Platz als reine Freizeitanlage gedacht ohne die üblichen Clubstrukturen. Wer die Platzreife erlangen oder sein Spiel verbessern will, kann bei Golflehrer Dietmar Igel in die Schule gehen. Derzeit hat der Golfpark Renneshof 372 Mitglieder, mittelfristig sollen es 700 werden.

(Report Anzeigenblatt)