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DANK- oder DENKzettel

Stadt Willich. m Rahmen der Willicher Verkehrssicherheitsprojekte 2015 werden vor Ort vom 2. bis zum 5. März Aktionen mit Autofahrern und Kindergartenkindern unter dem Motto „Kinder sehen es anders“ durchgeführt – zur Sicherheit aller. Von Alexander Ruth

Obwohl Autofahrer sich nach der Straßenverkehrsordnung gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch die Bremsbereitschaft, so verhalten müssen, dass bereits eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist, kommt es immer wieder zu Unfällen mit Personenschäden, zum Teil mit Todesfolge.

Dabei ist und bleibt die häufigste Ursache die nicht angepasste Geschwindigkeit. „Es muss daher unser aller Aufgabe sein, so viele Kinderunfälle wie möglich zu vermeiden“, sagt Polizeisprecher Harald Moyses.

Neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die persönliche „Konfrontation“ zwischen Kindern und Autofahrern – natürlich nur unter Beteiligung der Polizei – die geeignetste Methode ist, Autofahrer nicht nur zu einem vorschriftsmäßigem Verhalten anhand der Verkehrszeichen, sondern darüber hinaus auch zu einem umsichtigeren Verhalten gegenüber Kindern zu animieren, damit sie beispielsweises langsamer und mit höherer Bremsbereitschaft 30er-Zonen und Kindergarten- oder Schulbereiche passieren.

Unter Beteiligung des Verkehrssicherheitsberaters der Kreispolizeibehörde Viersen, dem jeweiligen Bezirksdienst der Polizei in den Willicher Ortsteilen, städtischen Mitarbeitern des Geschäftsbereiches Einwohner und Ordnung sowie Kinder aus Willicher Kindergärten werden in der Zeit vom 2. bis 5. März Anhalteaktionen durchgeführt. An ausgesuchten Stellen im Nahbereich von Kindergärten und Schulen werden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Nach der Messung wird das Fahrzeug durch die Polizei angehalten.

Soweit die Geschwindigkeit eingehalten wird und auch die Mitfahrer, vor allem mitfahrende Kinder, ordnungsgemäß im Fahrzeug durch Kindersitz und Sicherheitsgurt gesichert sind, bedanken sich die Kinder bei dem Fahrzeugführer mit einem grünen „DANK-zettel“, sowie einem Aufkleber für das vorbildliche Verhalten.

Wird die erlaubte Geschwindigkeit überschritten oder sind die Mitinsassen nicht ordnungsgemäß gesichert, werden die Fahrzeugführer von den Kindern befragt, warum zu schnell gefahren oder keine entsprechende Sicherung vorgenommen wurde. Der Fahrzeugführer erhält, nach einer weiteren Belehrung durch die Polizei, von den Kindern einen roten „DENK-zettel“, mit der Bitte sich zukünftig im Straßenverkehr vorschriftsmäßig und vorbildlich – vor allem gegenüber den Kindern – zu verhalten.

(StadtSpiegel)
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