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Cloer: naturnaher Ausbau

Cloer: naturnaher Ausbau
Auch ein Nebengerinne und ein Überflutungsbereich sind im Zuge des naturnahen Ausbaus der Cloer im Bereich Bettrather Dyck vorgesehen. Plan: WBMN
Der Umbau der Cloer steht kurz bevor: In drei Abschnitten wird der Verlauf der Cloer in Von Lutz Schütz

Neersen verändert und die Ufer werden ökologisch neu gestaltet.

Neersen.

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers baut im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie die Cloer im Bereich Bettrather Dyck in drei Bauabschnitten naturnah aus. Sobald das Wetter stabiler ist und der Boden etwas abgetrocknet ist, wird mit den Bauarbeiten begonnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August 2015 abgeschlossen sein.

Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser und Bodenverbandes der Mittleren Niers: „Mit der Umsetzung dieser schon lange geplanten Baumaßnahme wird eine weitere Maßnahme zur ökologischen Verbesserung unserer Gewässer umgesetzt, die letztendlich allen Bürgern und zukünftigen Generationen zugutekommt.“ Im Bauabschnitt I, unmittelbar oberhalb des Mündungsbereichs der Cloer in die Niers, wird in mehreren bis ca. 20 Meter langen Abschnitten die Böschung abgeflacht und die Ufer naturnah gestaltet. Ende Februar wurde bereits zur Vorbereitung der Bauarbeiten die vorhandene Böschungsbepflanzung teilweise zurückgeschnitten. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll sich dort die Natur mit einem gewässertypischen Bewuchs selber entwickeln können. Im zweiten Bauabschnitt wird auf einem zehn Meter breiten Streifen ein ständig wasserführendes Nebengerinne der Cloer angelegt. Die vorhandenen Kopfweiden bleiben erhalten. Die Sohle des Nebengerinnes wird ca. 20 Zentimeter über der Sohle der Cloer liegen, damit einerseits eine ständige Wasserführung gewährleistet ist, aber dennoch unterschiedliche Lebensräume entstehen können.

Im Bauabschnitt III wird ein Überflutungsgewässerangelegt werden und das Ufer von dort aus zur Cloer hin abgeflacht. Auch hier wird ein fünf Meter breiter Uferrandstreifen angelegt werden. Der tiefste Punkt wird 30 Zentimeter über der Cloersohle liegen. Durch die Abflachung kann sich auf der überliegenden Seite ein Waldsaum ausbilden, ohne dass die Notwendigkeit besteht, diesen zur Gewässerunterhaltung zurückschneiden zu müssen.

Hans-Josef Windbergs, Bereichsleitung Technik beim Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers: „Wie bei allen unseren Maßnahmen haben wir auch bei der Überplanung der Cloer

darauf geachtet, dass weiterhin das Wasser der Cloer auch bei Starkregenereignissen schadlos abgeführt werden kann. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass Ökologie und wasserwirtschaftliche Funktionsverbesserung eines Gewässers keine unvereinbaren Gegensätze sind.“

(Report Anzeigenblatt)