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CDU will Brauchtum stärken

CDU will Brauchtum stärken
Schützenfeste in der Stadt Willich – selbst das ASV-Fest – lassen sich nicht mit Großveranstaltungen vergleichen, wie sie die Love-Parade in Duisburg darstellte. Trotzdem gelten jetzt in Willich höhere Auflagen, als das früher der Fall war. FOTO: max
Stadt Willich. Schon seit geraumer Zeit sorgt das „Maurer-Papier“(Verfahren zur Risikobewertung bei Großveranstaltungen) bei den Schützen in der Stadt Willich für Unmut. Immer größere Auflagen und die damit verbundene höheren finanziellen Belastungen sind ein echtes Problem für sie. Mit einer Kundgebung kurz vor den Kommunalwahlen haben die acht Bruderschaften und Vereine nachdrücklich darauf hingewiesen. Von Lutz Schütz

Vor allem ärgert die Schützen, dass zahlreiche Städte das „Maurer-Papier“ anders anwenden und die Auflagen für die Feste nicht erhöht haben. Deshalb hat der Vorstand der CDU Willich jetzt gemeinsam mit Vertretern der Schützen darüber diskutiert, wie Verwaltung und Politik sie bei der Organisation der Schützenfeste unterstützen können.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, mit der Stadtverwaltung, den Schützen und der Politik eine rechtssichere Lösung zu finden, die für alle tragbar ist“, so der Parteivorsitzende der CDU Willich, Uwe Schummer.

In einem ersten Schritt wird der Vorsitzende des Sport- und Kulturausschusses, Franz Auling, jetzt einen runden Tisch mit Vertretern aller Fraktionen, der städtischen Verwaltung sowie Vertretern der Städte Kaarst und Viersen koordinieren. „Wir wollen gerade aus den Erfahrungen anderer Städte einen Mehrwert für Veranstaltungen auch in unserer Stadt ziehen“, so Auling.

Ein möglicher weiterer Schritt ist die Einholung von externem Sachverstand. Hier hat die Stadtverwaltung bereits das Angebot unterbreitet, dass die Schützen den Gutachter für die Auslegung des „Maurer-Papiers“ für Veranstaltungen in der Stadt Willich selbst auswählen können.

Neben der finanziellen Unterstützung durch die Stadt für alle Willicher Vereine (Der Sport- und Kulturausschuss hat bereits im Frühjahr beschlossen, dass den Vereinen ein Zuschuss von zwei Euro für jede durch die Stadtverwaltung angeordnete Stunde für Sanitätspersonal gezahlt werden soll) soll es weitere Unterstützung geben. Dies wurde von den Vereinsvertreter ausdrücklich begrüßt.

„Wir wissen, welchen sozialen Beitrag Schützen und alle Vereine für ein gutes Miteinander in unserer Stadt leisten. Wir werden alles daransetzen, ihnen zu helfen“, so Auling und Schummer übereinstimmend.

(StadtSpiegel)