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Bei starken Regenfällen: Kanäle haben Priorität

Anrath. Wenn der Wasserstand der Niers und ihrer Nebenläufe steigt, dann häuft sich die Zahl der Beschwerden bei der Stadt. Von Lutz Schütz

Dazu hat jetzt der Erster Beigeordneter Willi Kerbusch Stellung genommen: „Naturereignisse wie der Sturm ,Ela‘ oder Starkregen sind weder plan- noch steuerbar.“ Die Stadt habe aus den Überschwemmungsereignissen der letzten Jahre in Anrath und Clörath Konsequenzen gezogen. Das gesamte Anrather Kanalnetz befinde sich in Überarbeitung, zusätzlich werde flächendeckend die Einleitung von Fremdwasser durch ein Überpumpungs- und Sanierungskonzept verringert. Kerbusch: „Die Stadt Willich hat im Bereich der Flöth Grundstücke als Überschwemmungs- und Retentionsfläche angekauft und entsprechend angelegt.“

Kerbusch weist weiter darauf hin, dass die Probleme beim Regenrückhaltebecken Klörather Steg unter anderem in einem zu kleinen Durchlass des Flöthbaches auf Vorster Gebiet (Rückstau) sowie in der Verschlammung des Flöthbaches ihre Ursachen hätten – hier sei der Wasser- und Bodenverband mittlere Niers in der Pflicht.

Im Übrigen sei es im Falle von angekündigtem Starkregen selbstverständlich, dass die Stadt Willich die Kanäle leerpumpe, um Überschwemmungen im Ortskern von Anrath zu verhindern: „Das hat bei uns Priorität. Und dabei wird es auch weiter bleiben.“

(StadtSpiegel)