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Bauten in Neersen und Schiefbahn

Bauten in Neersen und Schiefbahn
Die Notunterkünfte und die Standortprüfung für Flüchtlinge stehen auf dem Plan der Ausschusssitzung. FOTO: Stadt WIllich/Pluschke
Thema im Haupt- und Finanz-Ausschuss: Standorte Wohnraum Flüchtlinge und Asylbewerber. Von der Redaktion

Stadt Willich. Mit der Standortprüfung für die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbewerber respektive von Sozialwohnungen wird sich der Hauptausschuss bei seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 19. November, ab 18 Uhr im Schlosskeller befassen: Der Sozialausschuss hatte beschlossen, das dezentrale Betreuungs- und Unterbringungskonzept weiter zu entwickeln und insbesondere auch Familien, die längerfristig in Willich bleiben, eine adäquate integrationsgerechte Unterbringung zu ermöglichen: Der Ausschuss hatte sich für den dezentralen Neubau von Mehrfamilienhäusern, die in konventioneller Bauart errichtet werden sollen (analog der in der Jugoslawienkrise errichteten Häuser auf der Viersener Straße in Anrath) beschlossen. Als Standort werden gemäß dem dezentralen Konzept Neersen und Schiefbahn vorgegeben, da in diesen beiden Ortsteilen der Stadt bisher keine dauerhaften Flüchtlings- und Asylbewerberunterkünfte zur Verfügung stehen.

Auch der Verwaltungsvorstand hatte sich nachdrücklich für die kurzfristige Umsetzung des Konzeptes ausgesprochen: In Neersen und Schiefbahn sollen zwei beziehungsweise drei Häuser mit 9 – 12 Wohneinheiten errichtet werden, nach dem Konzept sollen dort „möglichst ausschließlich Familien mit Kindern“ untergebracht werden. Geeignet sind dazu nur Grundstücke,

· im Eigentum der Stadt stehen (oder kurzfristig zu einem wirtschaftlich vertretbaren Preis erworben werden können), dauerhaftes Baurecht sichern · eine vorhandene Erschließung (Kanal, Straßen, u.a.) bieten · eine Anpassung an die vorhandene Bebauung sicherstellen können · und über eine Anbindung an die zentralen Infrastrukturen (Schulen, Kindergärten, Geschäfte) verfügen.

Das Technische Dezernat hat die unter diesen Voraussetzungen zur Verfügung stehenden Optionen zu dauerhaften Wohnraumschaffung umfangreich geprüft und schlägt nun als Standorte in Schiefbahn den Rubensweg (Flur 27, Teilfläche aus den Flurstücken 247 bis 250) zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 2 ½ Geschossen und 12 Wohneinheiten vor, außerdem in Schiefbahn ein Grundstück an der Fontanestraße (Flur 27, Teilfläche aus dem Flurstück 15), auf dem zwei Reihenhausgruppen mit insgesamt neun Wohneinheiten errichtet werden sollen, diese Häuser können über die Fontanestraße erschlossen werden.

In Neersen sollen im Bereich Niersweg/Mutschenweg (Flur 7, Teilfläche aus dem Flurstück 999) zwei Mehrfamilienhäuser (2 ½ geschossig, mit jeweils 12 Wohneinheiten) und Am Bruch (Flur 13, Teilfläche aus Flurstück 1457) eine Reihenhausgruppe mit drei Wohneinheiten und einem Doppelhaus mit zwei Wohneinheiten errichtet werden.

Die Baukosten werden auf maximal 1.600 Euro inklusive Nebenkosten pro Quadratmeter gedeckelt, die Bauweise soll konventionell mit dem Standard „Neubau von Sozialwohnungen“ erfolgen. Die durchschnittliche Bauzeit beträgt etwa zehn Monate, so dass die Häuser ab Anfang 2017 fertiggestellt werden können. Außerdem wurden Standorte im gesamten Stadtgebiet zur vorübergehenden Unterbringung geprüft: Hier soll der Sportplatz an der Moltkestraße für die übergangsweise Errichtung flexibler und winterfester Wohneinheiten (unser Bild, etwa 70 Wohneinheiten für 210 bis 280 Personen) genutzt werden – die Errichtung dieser Wohneinheiten soll schnellstmöglich geschehen, um möglichst die Inanspruchnahme weiterer Sporthallen zu verhindern.

(StadtSpiegel)