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Bücher gehen auf Reisen

Bücher gehen auf Reisen
Vera Nentwich (kleines Bild) hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um ihren neuen Roman ins Gespräch zu bringen. FOTO: VN
Stadt Willich. Perfektes Guerilla-Marketing: Die Willicher Autorin Vera Nentwich verteilt Exemplare ihres neuen Liebesromans „Pseudonyme küsst man nicht“ an öffentlichen Orten im Kreis Viersen, damit diese von interessierten Leserinnen und Lesern mitgenommen werden. Von Lutz Schütz

„Mir gefällt der Gedanke, damit einigen Menschen eine Überraschung und schöne Lesestunden bereiten zu können“, erklärt Vera Nentwich ihre Motivation für die Aktion. Die Finder seien angehalten, die Bücher nach dem Lesen wieder an einem anderen Ort auszusetzen, so dass weitere Menschen in den Lesegenuss kommen können.

Auf ihrer Webseite vera-nentwich.de /buchaufreisen möchte die Autorin versuchen, die Reise der Bücher von Leser zu Leser nachvollziehbar zu machen. In einem Begleittext bittet sie die Finder darum, auf einer Internetseite unter #BuchaufReisen zu dokumentieren, wo das Buch gefunden wurde. Zudem sollen die neugewonnenen Leser auch schreiben, was sie von dem Roman halten. Perfektes Guerilla-Marketing. Mit ihrer Aktion bringt sich die Willicher Autorin nachhaltig ins Gespräch.

Durch eine Spendenaktion für Reporter ohne Grenzen ist Nentwich auf die Idee gekommen, Bücher auf Reisen zu schicken. „Ich habe damals ein Buch im Supermarkt ausgelegt und bereits Minuten später wurde es mitgenommen. Ich habe mich immer gefragt, wo es nun wohl ist“, sagt sie.

Das Erscheinen ihres Liebesromans „Pseudonyme küsst man nicht“war für sie der Anlass, die Idee aufzugreifen. Der neue Roman handelt von der Schriftstellerin Amanda Schneider, die unter dem Pseudonym Abigail Madison recht schnulzige Liebesromane schreibt. Ein weiblicher Fan wünscht sich, dass die Schriftstellerin zu ihrer Hochzeit kommen möge, doch Amanda alias Abigail lehnt ab, um ihr Pseudonym nicht zu lüften. Dumm nur, dass der Vater der Braut nicht gerade zimperlich ist, und so findet sich Amanda gefesselt im Weinkeller einer Villa einem russischen Bodyguard gegenübersitzend wieder ...

„Ich bin sehr gespannt, welche Reise meine Bücher machen werden und wie den Lesern die Geschichte gefällt“, sagt Vera Nentwich. Angst, dass die Romane beschädigt oder nicht weitergegeben werden, hat sie nicht. „Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Menschen ehrlich sind und ebenfalls Spaß an der Aktion haben werden.“

(Report Anzeigenblatt)
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