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Ausbildungmarkt: 221 Stellen konnten nicht besetzt werden

Kreis Viersen. Mehr Stellen und weniger Ausbildungssuchende – das ist in Kurzform die Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen in diesem Jahr. Von Lutz Schütz

Insgesamt haben mit 4 368 Bewerberinnen und Bewerbern um Ausbildungsstellen 264 junge Leute weniger als im Vorjahr bei der Berufsberatung nach einer Ausbildungsstelle nachgefragt. Das ist ein Rückgang um 5,7 Prozent. Ihnen standen 2 732 bei der Arbeitsagentur gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber. Dies ist ein um 125 Stellen (plus 4,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr erhöhtes Angebot.

Rein rechnerisch standen somit über das Ausbildungsjahr 100 Bewerberinnen und Bewerbern 63 Ausbildungsangebote offen (Vorjahr 100 zu 56).

„Wenn man sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt ansieht, erkennt man eine leichte Steigerung auf der Stellenseite. Jedoch wird deutlich, dass in Krefeld und dem Kreis Viersen noch immer Angebote fehlen, um allen Jugendlichen die Chance auf einen guten Start in Berufsleben zu ermöglichen. Der Fachkräftebedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen, die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sinken. Deshalb ist es für Betriebe sinnvoll, jetzt in die eigene Zukunft zu investieren und auszubilden. Wer jetzt nicht ausbildet, wird es in drei Jahren noch schwerer als heute haben, eine geeignete Fachkraft zu finden. Deshalb müssen Betriebe auch bereit sein, den schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben, zumal es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten gibt“, so Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld.

Zum Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September waren 537 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit gemeldet, die noch eine Ausbildungsstelle suchten und auch noch keine Alternative gefunden hatten. Damit lag die Zahl um zwei über der des Vorjahres. Ende September waren aber auch noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Für 221 Stellen, und damit für eine mehr als im Vorjahr, waren die Arbeitgeber noch auf der Suche nach den geeigneten

Auszubildenden.

(Report Anzeigenblatt)