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Auffallen lautet die Devise

Auffallen lautet die Devise
Der SC Viktoria Anrath hat im vergangenen Jahr die Zugbesucher mit einem riesigen Wikingerschiff begeistert. In diesem Jahr versprechen die Anrather Sportler einen „außerirdisch guten“ Auftritt. FOTO: max
Anrath. Um so richtig Karneval zu feiern, brauchen die Zugteilnehmer das richtige Motto für den Wagen und die Fußgruppen die passenden Kostüme. Egal, ob Cowboy und Indianer, Vampir oder Meerjungfrau – auffallen lautet die Devise beim Tulpensonntagszug. Die Vereine, Freundeskreise oder Nachbarschaften haben nicht mit Einfallsreichtum gegeizt. Von Lutz Schütz

Mit 37 Positionen (Fußgruppen, Mottowagen und Musikgruppen) ist der 47. Tulpensonntagszug in Anrath bestens bestückt. Am meisten fallen zunächst die Mottowagen ins Auge. Den Anfang macht der Gastgeber, der Karnevalszugverein Aach Blenge 1969 Anrath, der zwei Wagen zu dem Motto „Lummerland in Narrenhand“ gebaut hat. Nächster Wagen in der Zugaufstellung ist das Gefährt der Katholischen Landjugend, die als „Bob der Baumeister“ auftritt. Die Gruppe Echt Freunde hisst über ihrem Wagen die Totenkopfflagge. „Mit Volldampf in die Session“ – und natürlich auch in den Tulpensonntagszug – will die KG Torfmöps starten. Die Jugendfreunde Anrath wollen auf ihrem Wagen bildlich darstellen, wie sie als Kind in de Zaubertrank gefallen sind. Und die Gruppe Die Unverwüstlichen will das Motto „Eis ist kalt, vielleicht auch mystisch, wir bleiben einfach unverwüstlich“ umsetzen. „Wir gehen euch nicht ins Netz“ lautet das Motto des Wagens der Wandergruppe. „Außerirdisch Gutes“ verspricht der SC Viktoria 07 Anrath, der jedes Jahr mit zu den besten Wagenbauern zählt. Die KG Edelweiss setzt auf Klassik: „Die Edelweisser aus dem wilden Westen sind die Besten“. Die Prinzengarde der Stadt WiIlich und Prinz Uwe I. & seine Prinzencrew bilden den Abschluss des Zuges. „Ich bin ein Prinz für Lück wie ech on do“, verspricht der Anrather.

Für den guten Live-Ton sind in diesem Jahr bei dem Tulpensonntagszug die Landsknechte Fanfarenzug Bochum 1987 und das Willicher Tambour- und Fanfarenkorps St. Sebastianus 2010 zuständig.

Das Salz in der Suppe sind die vielen Fußgruppen, die sich jedes Jahr wieder mit besonders einfallreichen Kostümen präsentieren. So grüßen beispielsweise die Frostbeulen die Narren entlang des Zugweges am kommenden Sonntag mit einem kräftigen „Ja Cool“ und die Gruppe Müttermafia & Co. verkündet „In Neptuns Reich sind alle gleich“.

(StadtSpiegel)