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Auf zum Azubi-Endspurt

Auf zum Azubi-Endspurt
In der Lebensmittelbranche – zum Beispiel als Bäckereifachverkäuferin – sind noch viele Stellen unbesetzt. FOTO: ikonoklast_hh
Kreis Viersen. Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt: Während 2 846 junge Frauen und Männer am 1. August ihre Ausbildung bereits begonnen haben (bzw. am 1. September einsteigen), hängen noch 1 229 Stellenbewerber völlig in der Luft und hoffen, für eine der derzeit 844 unbesetzten Ausbildungsstellen noch in Frage zu kommen. Von Lutz Schütz

„Es ist noch viel Bewegung auf dem Feld“, macht Arbeitsagentur-Chef Dirk Strangfeld ihnen Hoffnung. Seit Beginn des statistischen Berichtsjahres im Oktober 2015 wurden der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen 2 769 Stellen (Kreis Viersen: 1320) zur Besetzung von den Betrieben gemeldet. Dem gegenüber haben sich 4 075 Jugendliche und junge Erwachsene (Kreis: 2086) als Bewerber bei der Berufsberatung registrieren lassen. Statistisch gesehen kommen damit auf 100 Bewerbern lediglich 68 Ausbildungsstellen. Von einem Mangel an Ausbildungswilligen kann also keine Rede sein.

Auch ein Blick auf die Qualifizierung der 1 229 Stellensuchenden zeigt, dass hier jede Menge Potenzial vorhanden ist. Nur elf von ihnen haben keinen Schulabschluss. Nicht so einfach vermittelbar dürften auch die 315 Bewerber mit Hauptschulabschluss sein. Aber 433 verfügen über einen Realschulabschluss, 291 über Fachhochschulreife und 136 über die Allgemeine Hochschulreife.

Beliebteste Ausbildung im Kreis Viersen und Krefeld ist Verkäufer / Verkäuferin sowie Kaufmann/-frau im Einzelhandel. 531 junge Leute versuchten, eine der 279 gemeldeten Stellen zu bekommen. Doch 122 Ausbildungsstellen im Verkauf blieben in der Lebensmittelbranche offen. Ansonsten gibt es noch freie Azubi-Stellen bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten (34), Köchen (28), Kurierfahrern (27) und im Friseurhandwerk (26). Besonders in der Gastronomie würde man sich über mehr Interesse freuen. Statistisch kommt hier ein Bewerber auf 2,26 Stellen. Stark ist der Nachwuchsbedarf auch in der Chemieindustrie: Die Firmen bieten 80 Ausbildungsplätze an.

Unternehmen, die noch freie Ausbildungsstellen haben, wenden sich an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter Telefon 0800 4 5555 20.

(Report Anzeigenblatt)