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Auf radelnde Kinder achten

Auf radelnde Kinder achten
Ist ein Unfall mit einem radfahrenden Kind erst passiert, ist es zu spät. Autofahrer müssen immer mit Fehlverhalten gerade der jüngeren Kinder rechnen und stets bremsbereit sein. FOTO: Photographee.eu
Stadt Willich. Erschreckende Bilanz: Im ersten Halbjahr des Jahres 2014 verunglückten im Kreis Viersen 41 radfahrende Kinder, größtenteils im Alter von 10 bis 14 Jahren! Im Vergleichszeitraum der Vorjahre waren es im Vorjahr 30 Kinder und 2012 "lediglich" 22 verunglückte junge Radler. Von Lutz Schütz

Um diesen negativen Trend zu stoppen und den Mädchen und Jungen, die mit dem Rad unterwegs sind, eine möglichst sichere und unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr zu ermöglichen, hat die Polizei mit Beginn des Schuljahres ihre Aktivitäten zur Bekämpfung dieser Unfälle verstärkt – zunächst bis zu den Herbstferien.

Weil Unfälle nicht einfach passieren, sondern durch fahrlässiges oder bewusstes Fehlverhalten verursacht werden, sieht die Polizei eine Fülle von Möglichkeiten, diese Verhaltensweisen abzustellen und eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken. Diese Möglichkeiten wird die Polizei in konzertierten Aktion – vor allem rund um weiterführende Schulen – in den nächsten Wochen intensiver nutzen.

Da auch die radelnden Kinder – ungefähr zur Hälfte – Verursacher der Unfälle sind, wird die Polizei die gefährdete Altersgruppe der Zehn- bis Vierzehnjährigen besonders ins Visier nehmen.

Mindestens ebenso intensiv wird sie sich aber auch um sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer kümmern und konsequent jedes Fehlverhalten ahnden, das eine Gefahr für radelnde Schulkinder darstellen könnte. Vor allem motorisierte Verkehrsteilnehmer sind zur Rücksicht gegenüber radfahrenden Kindern verpflichtet und müssen immer mit Fehlern der Kinder rechnen. Zudem sorgen Autofahrer durch eigenes Fehlverhalten und Verkehrsverstöße immer wieder für gefährliche Situationen für radelnde Kinder. Beispielhaft seien hier die Eltern erwähnt, die in den Halteverbotszonen vor den Schulen "nur schnell eben" ihre eigenen Kinder aus den Autos lassen und nicht bedenken, wie gefährlich dieses Verhalten (die Beeinträchtigung freier Sicht) für andere Kinder und auch die kleinen Radler auf dem Schulweg ist.

Aber es geht auch generell um verbotswidriges Parken auf Gehwegen und Radwegen sowie in schwer einsehbaren Bereichen.

In Zusammenarbeit mit dem Kreis und der Stadt Willich wird die Polizei dieses gefährdende Fehlverhalten gezielt rund um Schulen sanktionieren.

(StadtSpiegel)