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Auf Jobsuche für Flüchtlinge

Asylsuchenden und Flüchtlingen einen Zugang zum Arbeitsmarkt und damit auch die Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen, ist das Ziel der neuen Servicestellen, genannt „Integration Points“. Von Lutz Schütz

Kreis Viersen (aro/red).

Im Bezirk der Arbeitsagentur Krefeld/Kreis Viersen werden in den nächsten Wochen Servicestellen für Flüchtlinge eingerichtet, die bei der Jobsuche behilflich sind.

„Es handelt sich um eine Ergänzung unseres Dienstleistungsspektrums“, so Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld.

„Sobald durch Sprachkurse eine Grundlage geschaffen wurde, kann in Qualifizierung, Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden.“ Insgesamt zwanzig Experten werden sich in den Integration Points um die Flüchtlinge kümmern.

Eröffnen sollen die Servicestellen noch in diesem Januar. Ralf Köpke, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses und Gewerkschaftssekretär der IG Metall Krefeld, ist von der Idee sehr angetan: „Dadurch werden zentrale Anlaufstellen für die Flüchtlinge geschaffen, um zeitnah und konzertiert eine Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen“.

Auch Hartmut Schmitz, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses und Geschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, ist von den Vorteilen der Integration Points überzeugt: „Durch die vernetzte Arbeit von Arbeitsagentur und Jobcenter werden die Reibungsverluste minimiert und ein durchgehender Beratungs- und Betreuungsprozess gewährleistet.“

Während des Asylverfahrens erhalten die Flüchtlinge Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Sollten nach dem Asylverfahren und der Anerkennung noch Hilfen für den Lebensunterhalt erforderlich sein, können die Leistungen beim Jobcenter beantragt werden. Das Jobcenter übernimmt dann auch die weiteren Schritte bis zur Integration in den Arbeitsmarkt.

„Durch die enge Schnittstelle mit den Kollegen der Arbeitsagentur im Integration Point ist sichergestellt, dass nahtlos die weitere Betreuung stattfindet“, so Tavin Lara Turanli, Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld. „Die transparente Verzahnung und Bündelung bestehender Angebote und Maßnahmen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine aktive und wirkungsvolle Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“ fasst Franz-Josef Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen, zusammen.

(StadtSpiegel)