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Anstieg der Zahl der Arbeitslosen

Niederrhein. 22 671 Personen sind im Bereich der Agentur für Arbeit Krefeld / Kreis Viersen zum Edne des Monats Januar ohne Arbeit, eine Steigerung von 866 Personen im Vergleich zum Vormonat Dezember. Von Lutz Schütz

„Mit dem Anstieg war saisonal bedingt zu rechnen“, zeigt sich Dirk Strangfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, nicht allzu überrascht über die aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt. Immer noch sei das Quartals- und zeitgleich Jahresende ein typischer Kündigungstermin. Ebenso führen zum Jahresende auslaufende befristete Verträge und das Ende des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel regelmäßig im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

„Gegenüber dem Januar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 881 Personen geringer, das ist eine gute Nachricht. Auf der Stellenseite gibt es weiterhin einen hohen Bestand, der Markt ist aufnahmefähig“, erläutert Strangfeld weitere Eckwerte. „Der Arbeitsmarkt befindet sich somit weiter in einer stabilen Verfassung, auch wenn im Februar saisontypisch mit einer weiteren Steigerung der Arbeitslosigkeit gerechnet werden muss“, lautet sein Resümee.

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 7 385 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (509 mehr als im letzten Monat). 15 286 Arbeitslose (357 mehr als im Dezember) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk jetzt bei 8,1 Prozent (0,3 Prozentpunkte über Dezember, aber 0,4 Prozentpunkte unter Januar 2017).

In Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 10,5 Prozent (Dezember 2017: 10,1 , Januar 2017: 10,7 ), im Kreisgebiet Viersen nun bei 6,4 Prozent (Dezember 2017: 6,1, Januar 2017: 6,8 ).

Die Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen im Kreisgebiet: Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst): 5,3 Prozent (Vorjahr: 5,4). Nettetal (Nettetal, Brüggen): 6,7 Prozent (Vorjahr: 7,4). Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal): 6,8 Prozent (Vorjahr: 7,3).

Der Zugang an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen liegt im Januar dieses Jahres bei 842 Stellen (nur ein Plus von drei Stellen im Vergleich zum Vorjahr).

„Die Nachfrage nach Fachkräften ist weiter da. Der gemeldete Stellenbestand mit 4 797 offenen Stellen zeigt weiter die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts. Für die bald einsetzende Frühjahrsbelebung ist es wichtig, dass die Arbeitgeber frühzeitig ihre Vakanzen melden, denn eine Stellenbesetzung kann etwas Zeit in Anspruch nehmen“, richtet Strangfeld seinen Blick auf die nächsten Monate.

(StadtSpiegel)