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Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli

Kreis Viersen. 524 Personen mehr als im Juni sind im Kreis Viersen und der Stadt Krefeld arbeitslos gemeldet. Aber dieser Anstieg sei saison-typisch dem Ende der Schulzeit und vieler Ausbildungsverhältnisse geschuldet, erläutert Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit in Krefeld. Von Lutz Schütz

Aktuell sind 23 784 Männer und Frauen in Krefeld und im Kreis Viersen im Juli arbeitslos gemeldet. Das waren 524 Menschen (oder 2,3 Prozent) mehr als im Juni, jedoch 422 Personen (oder 1,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen stieg damit gegenüber dem Juni dieses Jahres um 0,1 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent, gegenüber dem Juli 2015 liegt sie allerdings um 0,3 Prozentpunkte niedriger.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit trifft vor allem die Jüngeren auf dem Arbeitsmarkt. In den Sommermonaten enden viele Ausbildungsverhältnisse, und längst nicht alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden direkt von ihren Betrieben übernommen. So erklärt sich der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit (Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren) um 346 Personen (17,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 164 Personen (oder 7,8 Prozent) über dem Wert des Vorjahresmonats.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass gerade diese jungen Fachkräfte nach der Sommerpause schnell in den Arbeitsmarkt aufgenommen werden“, zeigt sich Strangfeld optimistisch, dass sich die insgesamt positive Entwicklung dieses Jahres nach dem Sommer fortsetzen wird. „Der Bedarf an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt ist da.“

Die Agentur für Arbeit betreut aktuell 7 515 Arbeitslose, 490 Männer und Frauen oder 7,0 Prozent mehr als im letzten Monat. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II), die in den Jobcentern Krefeld und Kreis Viersen gemeldet waren, ist gegenüber dem Juni nahezu unverändert – sie beträgt 16 269, und damit 34 Personen mehr als im letzten Monat.

Trotz der Sommerferien zeigte sich der Arbeitsmarkt auch im Juli dynamisch. So konnten im Laufe des Monats 4 339 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 4 851 Personen haben sich arbeitslos gemeldet.

Sowohl die Stadt Krefeld als auch der Kreis Viersen waren von der typischen Entwicklung betroffen. In der Stadt Krefeld stieg die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent, im Kreis Viersen liegt sie nun bei 6,8 Prozent, und damit um 0,1 Prozentpunkt höher als im letzten Monat.

Im Geschäftsstellenbezirk Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst) beträgt die Quote 5,4 Prozent (Juni: 5,3), im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (Nettetal, Brüggen) liegt die Arbeitslosenquote bei 7,3 Prozent (Juni: 7,1), im Geschäftsstellenbezirk Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal) ist sie leicht auf jetzt 7,4 Prozent (Juni: 7,3 ) gestiegen.

Positiv: Die Kräftenachfrage im Kreis Viersen und in Krefeld bewegt sich weiter auf einem sehr hohen Niveau. Im Juli wurden in der gesamten Region 1 173 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 17,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell stehen dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit 4 376 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung zur Verfügung.

(StadtSpiegel)