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Alles verprasst?

Alles verprasst?
Bert Wollersheim bei seiner Entlassung aus der U-Haft in der JVA Ratingen im August 2012. Damals wurde gegen ihn wegen einer KO-Tropfen-Affaire in den Bordellbetrieben an der Rethelstraße ermittelt. Die Vorwürfe hat die Staatsanwaltschaft später fallen gelassen. Foto: xpress-foto
Stadt Willich. „Insolvenz! Düsseldorfer Bordell-König Bert Wollersheim ist jetzt offiziell pleite“ titelte das Boulevard-Blatt Express am Montag und Bild meldete: „Bert Wollersheim ist pleite“. Von Lutz Schütz

Beide Zeitungen berufen sich bei ihren Meldungen auf eine Mitteilung des Bonner Anwalts Markus Lehmkühler. Danach soll der in Alt-Willich lebende Bert Wollersheim weder über ein erwähnenswertes Einkommen noch über irgendein Vermögen verfügen.

Der frühere Düsseldorfer Bordellkönig könne seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen.

Laut der beiden Boulevard-Blätter will sein Anwalt nun alle Gläubiger anschreiben und um einen Erlass des größten Teils der Schulden bitten. Ob diese außergerichtliche Einigung funktionieren wird, scheint aber sehr fraglich. Denn der Anwalt sagt selbst, dass sich die Gläubiger keine Hoffnungen auf große Beträge machen sollten. Noch ist nicht bekannt, wie groß die Schulden insgesamt sind und wer die Hauptgläubiger sind. Sollten diese nicht bereits sein, den größten Teil ihres Geldes in den Wind zu schreiben, muss Bert Wollerheim wohl den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Laut Express soll das Vermögen von Sophia Wollersheim, die im Frühjahr als Dschungelprinzessin von sich Reden machte, nicht betroffen sein. Das erinnert an den Fall der Insolvenz von Franjo Pooth. Damals musste seine Frau Verona Pooth auch nicht für seine Schulden aufkommen. Allerdings dürfte Bert Wollersheim nicht mit 17 Millionen Euro bei seinen Gläubigern in der Kreide

stehen wie Pooth 2015.

(StadtSpiegel)