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Abschied von Rémory

Stadt Willich. Es glich einem Staatsbegräbnis, war der Willicher Bürgermeister Josef Heyes nach seiner Rückkehr aus Linselles tief beeindruckt. Von Lutz Schütz

Dort wurde in der vergangenen Woche der Linseller Bürgermeister Jacques Rémory, der 2012 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Willich erhalten hat, zu Grabe getragen. Rémory war nach kurzer Krankheit unerwartet im Alter von 72 Jahren gestorben.

Die Bürger der Stadt Linselles nahmen mit tiefer Betroffenheit Abschied von Jacques Rémory, der 27 Jahre als Bürgermeister für seine Stadt Linselles lebte und arbeitete. Mehr als zweitausend Trauergäste, darunter hochgradige Beamte und Politiker aus den nordfranzösischen Departements und aus Paris sowie der französische Kriegsveteranenverbände, nahmen an der Beerdigung teil.

Aus Willich war eine 15-köpfige Delegation in die Partnerstadt gereist: Vertreter der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Löschzuges Schiefbahn, des Fußballclubs SC 08, des Männergesangverein Eintracht, des Partnerschaftsvereins Willich-Linselles-Zogoree, des Stadtrates und der Stadtverwaltung.

Auf dem Marktplatz vor der Linseller Pfarrkirche Nativité de Notre-Dame waren viele hundert Trauergäste vor einem Meer an Blumen und Kränzen versammelt – denn der Kirchenraum fasste nicht alle Menschen. Das mehrfach ausgezeichnete Jugendorchester „Philharmonie des Linselles“ sorgte für eine beeindruckende musikalische Gestaltung des Trauergottesdienstes, der von sieben Geistlichen in Konzelebration des Priesters Abbe Vincent Dieme gelesen wurde. Anschließend fand die Beisetzung auf dem Friedhof von Linselles statt.

(StadtSpiegel)
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