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Ab Mai Mediterranes im Vorwerk

Ab Mai Mediterranes im Vorwerk
Das Thema ist – endlich – durch: Bürgermeister Josef Heyes, Geschäftsbereichsleiter Manfred Jacobs als offizieller „Eigentümer“ des Areals und Chefgastronom Salvatore Berini bei der Unterzeichnung der entsprechenden Verträge. FOTO: plu/Pressestelle
Stadt Willich. Salvatore Berini hat bei Bürgermeister Josef Heyes den Pachtvertrag für die Gastronomie im Vorwerk unterzeichnet. Von Alexander Ruth

Ende gut, alles gut: Einen Tag vor Weihnachten hat Salvatore Berini, ehemaliger Pächter der ebenso ehemaligen Orangerie im Schlosspark, im Büro von Bürgermeister Josef Heyes den Pachtvertrag für die entstehende Gastronomie im Vorwerk unterzeichnet. Ab etwa Mai wird es dort nach Umbau und Einrichtung ganzjährig ein Restaurant mit rund 45 Plätzen geben, im Außenbereich werden im Schatten des Schloss-Westflügels bis zu 100 Außenplätze zu finden sein.

Wie wiederholt berichtet, konnte die beliebte und über Jahre gutgehende Außengastronomie im Schlosspark, die „Orangeria di Chiara“, nach Beschwerden eines Anliegers (der übrigens jetzt verzieht), unter rechtlichen Gesichtspunkten nicht weiter betrieben werden. Die Überlegung, im hinteren Schlossparkbereich ersatzweise eine Gastronomie zu platzieren, war an Einsprüchen des Landschaftsschutzes schon in Ansätzen gescheitert – mit Verve wurde nun der ambitionierte Plan angegangen, im Vorwerk die Gastronomie einzurichten.

Bürgermeister Josef Heyes dankte gestern bei der Vertragsunterzeichnung allen Beteiligten, die eine solche Lösung erst möglich gemacht hätten: Unter anderem mussten die Fraktionen ihre angestammten Räume räumen, auch das Rechnungsprüfungsamt und in dessen Folge weitere städtische Mitarbeiter zogen relativ kurzfristig um.

Jetzt wird das städtische Team von Objekt- und Wohnungsbau um Architekt Joachim Stukenberg nach den Weihnachtsfeiertagen zügig mit dem Umbau in dem denkmalgeschützten Areal beginnen. Zu diesen Arbeiten gehören auch Fettabscheide- und Dunstabzugseinrichtung, die natürlich dem besonderen Anforderungen des Denkmalschutzes entsprechend dezent gestaltet werden sollen, so Technische Beigeordnete Martina Stall, die außerdem betonte, dass die Belange der Festspiele und des Festspielvereins „ein zu eins umgesetzt und auch vertraglich festgeschrieben“ worden seien. Apropos: Die Familie Berini wird auch im Rahmen eines Bewirtungsvertrages die kulinarische Versorgung der Festspiele übernehmen. „Eher nicht“, so Schwager Massimo Buono, werde man sich aber um die künftige Bewirtung des Kiosks an der Stelle der ehemaligen Orangerie bewerben: Dort wird ein „Kioskbetrieb mit „sehr eingeschränkten Öffnungszeiten“ (Stall) ausgeschrieben – die rechtlichen Rahmenbedingungen lassen einfach nicht mehr zu. Für die Inneneinrichtung von Gastraum und Küche zeichnet die Betreiber-Familie verantwortlich, die einen Inneneinrichter beauftragen und das Ambiente rustikal „und in Abstimmung mit der Stadt“, so Buono, gestalten möchte. Kulinarisch wird man das klassische Angebot italienischer, mediterraner Küche bieten, sich aber auch mit speziellen, kleineren und leichten Angeboten an die vielen radelnden Schlosspark-Gäste richten. Bürgermeister Josef Heyes danke den Berinis und lobte den „jederzeit spürbaren Familiensinn der Familie“, die es bisher schon geschafft habe, den Schlosspark mit der Gastronomie attraktiver zu machen – und er sei optimistisch, dass dies auch am neuen Standort im Vorwerk mit einer „qualitativ hochwertigen Restauration“ gelingen werde.

(StadtSpiegel)
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