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Ab über den großen Teich

Ab über den großen Teich
Ecuador und Kanada: Die Vorfreude sieht man Pia Gronwald und Marie Krebs an. FOTO: Schütz
Stadt Willich. Während ihre Klassenkameraden sich schon wieder in den ganz normalen Schulalltag eingelebt haben, wartet auf Pia Gronwald und Marie Krebs das große Abenteuer. Die beiden 16-Jährigen werden ein Schuljahr auf der anderen Seite des Atlantiks verbringen. Von Lutz Schütz

Zu verdanken haben sie das dem Rotary Jugenddienst. Denn mit seinem Austauschprogramm eröffnet Rotary International jährlich 8 000 bis 10 000 Jugendlichen weltweit die Möglichkeit zu Begegnungen in anderen Ländern.

Pia Gronwald, die gerade die Klasse 10 auf dem St. Bernhard-Gymnasium abgeschlossen hat, wird das Jahr in Cuenca, der drittgrößten Stadt von Ecuador mitten im Anden in einer Höhe von 2 500 Metern erleben. Da sie seit drei Jahren Spanischunterricht hat und die Landschaftsbilder des im Nordwesten Südamerikas liegenden Landes sie beeindruckten, entschied sich die abenteuerlustige 16-Jährige spontan für Ecuador. Denn in ihrem Jahr in dem Andenstaat organisiert Rotary Ecuador für alle Austauschschüler fünf großartige Reisen, die es ihr ermöglichen werden, auch die Galapagos-Inseln und das Amazonasgebiet Ecuadors kennenzulernen. „Aber in erster Linie fliege ich nach Ecuador, um Spanisch zu lernen, neue Freunde zu finden und Erfahrungen zu sammeln“, betont das Mädchen. Dafür nimmt sie auch gerne in Kauf, dass sie im Collegio Alborada Schuluniform tragen muss.

Marie Krebs, die unmittelbar an der Stadtgrenze (Holterhöfe) wohnt, hat gerade die Realschule in Viersen beendet und wird nach ihrer Wiederkehr zur Gesamtschule wechseln. Aber daran denkt sie jetzt noch nicht. Die 16-jährige Pfadfinderin hat sich ganz bewusst für Strathroy in Kanada entscheiden, eine Kleinstadt in der Provinz Ontario. „Ich möchte gerne die Landschaft erkunden und mein Englisch verbessern“, erläutert sie die Gründe für ihren einjährigen Auslandsaufenthalt. Helfen wird ihr dabei sicherlich die ebenfalls 16-jährige Gastschwester, die sie in Strathroy erwartet.

Die Zimmer der Mädchen bleiben während ihrer Abwesenheit nicht ungenutzt. Zwei Rotary-Austauschschülerinnen, eine aus Kanada, die andere aus Peru, werden sie bewohnen. Denn so funktioniert das Rotary-Prinzip – Austausch auf Gegenseitigkeit.

(StadtSpiegel)