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„Hochverkehrtes Pupslikum“

„Hochverkehrtes Pupslikum“
Dorothee Schmitz (Bär Johannes), Liedermacher Erwin Grosche und Heiner Kämmer (Bär Stachel) begrüßen das Publikum. FOTO: WDR
Schiefbahn. „Gleich geht’s rund, gleich wird’s bunt“ singt Erwin Grosche. Der Musiker und Kabarettist trägt einen froschgrünen Anzug und sitzt mit seiner Gitarre auf einem großen Radio. Der Vorhang der BÄRENBUDE ist noch geschlossen und rund 100 Kinder recken gespannt ihre Köpfe. Von Lutz Schütz

Auf den Moment haben die Schüler der Hubertusschule und Vorschulkinder des Kindergartens St. Elisabeth lange gewartet. Gleich werden sie die Kuschelbären Johannes und Stachel persönlich erleben, die sie bisher nur aus dem Radio kennen. Endlich öffnet sich der blaue Samtvorhang der „Bärenbude“. Kaum aus dem Radio gezaubert und wach geschnipst, quatschen Johannes und Stachel auch schon drauf los. Zusammen mit Erwin Grosche haben sie den Kindern bärenstarke Lieder und aufregende Abenteuer zum Mitfiebern und Mitmachen mitgebracht.

„Bärenbude Klassenzauber“ war am Dienstag zu Gast in der Kulturhalle in Schiefbahn und nahm die Erst- und Zweitklässer der Huberstusschule und Vorschulkinder des St. Elisabeth Kindergartens mit in die zauberhafte Welt des Kinderradios. Mit ihren Wortspielen und Versprechern brachten Erwin Grosche und natürlich die Bären Johannes und Stachel ihr „hochverkehrtes Pupslikum“ immer wieder zum Lachen. Da halfen die Kinder ihnen auch gerne tatkräftig beim Bestehen ihrer spannenden Abenteuer. Auf einer wilden Fahrt mit dem Heißluftballon pusteten sie, was das Zeug hielt, und legten sich wagemutig in die Kurven. „Huiih“ – die Schüler warfen ihre Arme in die Luft, als die Kuschelbären ein Luftloch überflogen und sorgten dafür, dass sie wieder heil auf dem Boden landeten.

Fantasie haben und Zuhören können – zwei wichtige Fähigkeiten für Kinder, die durch das medienpädagogische Projekt „Bärenbude Klassenzauber“ gefördert werden. Die Veranstaltung ist nur ein Teil des Unterrichtsprojekts, bei dem die Kinder mit Hör- und Geräuschespielen fürs Zuhören sensibilisiert und zum Nacherzählen und Weiterdichten von Bärenbude-Radiogeschichten ermutigt werden. Für das Projekt hat der WDR eigene Unterrichtsmaterialien für Lehrer und Erzieher entwickelt. Denn Zuhören und dadurch ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln, ist eine wichtige Vorbereitung auf das Lesen und Schreiben. Nacherzählen und Weiterdichten fördert die Sprachfähigkeit der Kinder und erweitert ihren Wortschatz.

(Report Anzeigenblatt)