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„Der Kreis Viersen bleibt attraktiv“

Kreis Viersen. Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwerte: Der Markt hat sich kontinuierlich entwickelt. Von Alexander Ruth

„Es hat leichte Preissteigerungen gegeben. Ein dramatischer Anstieg der Immobilienpreise wie in den deutschen Metropolen blieb jedoch aus. Von einer Immobilienblase kann im Kreis Viersen keine Rede sein.“ Auf diesen Nenner bringt der Technische Dezernent Andreas Budde die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt im vergangenen Jahr. Budde hat dabei sowohl unbebaute Grundstücke als auch Ein- und Zweifamilienhäuser und auch Wohnungseigentum im Blick. „Wir können also weiterhin von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgehen. Der Kreis Viersen bleibt attraktiv.“

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Viersen hat den aktuellen Marktbericht vorgelegt und die Bodenrichtwerte 2015 beschlossen. Ab sofort können die Bodenrichtwerte für das Jahr 2015 im Internet unter www.boris.nrw.de von jedermann kostenfrei eingesehen werden.

„Es hat im Jahr 2014 insgesamt 3327 Kaufverträge gegeben“, berichtet Claudia Hering, die Vorsitzende des Gutachterausschusses. Aus den auswertbaren Kaufverträgen sind die Bodenrichtwerte und Marktdaten ermittelt worden. Während die Baulandpreise für Wohnen und Gewerbe stabil geblieben sind, stiegen die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen zum Teil deutlich. Bei der Landwirtschaft reduzierte sich der Flächenumsatz um 17 Prozent bei gleichzeitigem Anstieg des Geldumsatzes um 5 Prozent; das heißt, dass Ackerland rar und teuer ist.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist die Anzahl der Kaufverträge im Kreisgebiet wieder angestiegen, wobei die Preise konstant bzw. leicht gestiegen sind. „Die meisten Kaufverträge über Ein- und Zweifamilienhäuser wurden wieder in Viersen abgeschlossen“, so Claudia Hering. Beim Wohnungseigentum legen die Preise weiter zu. Auch hier ist die Anzahl der Kauffälle erneut angestiegen.

Weil im Kreis Viersen zurzeit einige attraktive Neubaugebiete entstehen – unter anderem in Mülhausen, Willich-Wekeln und Kempen „An der Kreuzkapelle“ -, war die Anzahl der Verträge über unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau fast doppelt so hoch wie im Vorjahr, so Andreas Budde. Die höchsten Baulandpreise für den Wohnungsbau werden in Kempen und Tönisvorst-St. Tönis erzielt. In guten Wohnlagen werden in den Städten 190 bis 250 Euro pro Quadratmeter gezahlt, in den Gemeinden sind es 155 bis 190 Euro/Quadratmeter.

(StadtSpiegel)