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648 Operationen

648 Operationen
Dr. Remy Rousselot bei der Aufnahme eines neuen Patienten in sein Lepra-Hospital in Ostindien. FOTO: Leprahilfe Schiefbahn
Schiefbahn. Der für die Aktion Mission und Leprahilfe in Ostindien tätige Leprachirurg Dr. Remy Rousselot übersandte nun seinen Jahresbericht 2015. Ein Bericht, der den Vorstand der Schiefbahner Leprahilfe ins Staunen versetzte. Von Lutz Schütz

Mit seinem kleinen Helferteam von fünf Einheimischen führte Dr. Rousselot 648 Operationen an Händen und Beinen von Leprakranken durch. In sieben Fällen war der Aussatz bereits so weit fortgeschritten, dass Beine amputiert werden mussten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im „Gandhiji Seva Niketan Leprosy Rehabilitations Center“, das vor zwölf Jahren mit Hilfe aus Schiefbahn auf 50 Betten aufgestockt wurde, 280 Patienten stationär aufgenommen und behandelt.

„Auch im Jahre 2015 wurden in unserm Leprahospital die Betten nie kalt!“, schreibt der Leprachirug und fährt fort: „Dank des selbstlosen Einsatzes des Helferteams im Hospital liegen die Kosten für einen Tag und eine Nacht „by full board“, bei sagenhaften 5,37 Euro“. In Deutschland liegt der vergleichende Preis etwa 100-fach höher.

Dr. Rousselot bedankt sich bei den Spenderinnen und Spendern der Aktion Mission und Leprahilfe für die verantwortliche Mitsorge um die „Outcasts“, den wegen ihrer bösen Erkrankung aus der Gesellschaft „ausgesetzten“ Menschen neue Hoffnung und Hilfe zu geben.

Damit auch im laufenden Jahr Leprakranke behandelt werden können, bittet die Aktion Mission und Leprahilfe um Unterstützung und Spenden. Schon für 110 Euro kann ein Leprakranker geheilt werden. Für ambulante und stationäre Patienten steuert die Leprahilfe Schiefbahn mehr als 35 000 Euro im Jahr bei.

Weitere Infos unter www. leprahilfe-schiefbahn.de.

(StadtSpiegel)