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25 Jahre „Jazz & Handwerk“

25 Jahre „Jazz & Handwerk“
Der Jazzfrühschoppen des „Willicher Bläserkorps“ ist eine der Wurzel der Veranstaltung. FOTO: privat
Neersen (stz). Zum 25. Mal findet in diesem Jahr am Wochenende 18. und 19. April die Veranstaltung „Jazz und Handwerk“ in Neersen statt. Die Willicher Nachrichten nehmen das zum Anlass, eine kleine Serie zu veröffentlichen. Teil 1. dreht sich um die beiden Wurzeln der Veranstaltung. Von Lutz Schütz

Die größere Tradition hat der Jazzfrühschoppen, den das Willicher Bläserkorps in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt seit den 70er Jahren im Hof von Schloss Neersen veranstaltete. Anlässlich der Ausstellung „200 Jahre Leben und Arbeiten in Neersen“ organisierte die Gemeinschaft „Pro Neersen“ 1989 den ersten kleinen Handwerkermarkt am Schloss. 1990 wurden dann beide Veranstaltungen miteinander verbunden: „Jazz und Handwerk – der Kunsthandwerkermarkt am Niederrhein“ war geboren. Zehn Jahre lang organisierte „Pro Neersen“ (Gemeinschaft zur Förderung von Wirtschaft und Kultur in Neersen) das Event. Als „Pro Neersen“ sich zurückzog, suchte die Keramikerin Elisabeth Könings-Schumann, bei der die Fäden zusammenliefen, einen neuen Partner. So kam es, dass die 1994 gegründete „Neersener Kaufmannschaft“ unter der Leitung von Thomas Gartz und Matthias Siegers in die Bresche sprang. Mit einem neuen Konzept und deutlich mehr Helfern fand „Jazz und Handwerk“ ab dem Jahr 2002 zunächst auf dem Minoritenplatz statt. Hohe Besucherzahlen und die positive Resonanz der Marktteilnehmer und der Bevölkerung bestärkten die Neersener Kaufmannschaft in ihrem Engagement. 2005 gelang es dann – dank der Unterstützung der Lokalpolitiker – das Event wieder in das schönere Ambiente rund um das Neersener Schloss zurückzuholen. Der Bereich ist wie geschaffen für diese Veranstaltung mit zwei völlig verschiedenen Schwerpunkten: der geräuschvollen Jazzmusik und dem ruheliebenden Kunsthandwerkermarkt. Während sich die Stände rund ums Schloss verteilen, steht die Jazz-Bühne im Innenhof des historischen Gebäudes. Dank der Unterstützung von Stadtverwaltung, Stadtwerken und weiteren Sponsoren sowie den Einnahmen aus Verkauf von Speisen und Getränken sowie Standgeldern konnte die Neersener Kaufmannschaft „Jazz und Handwerk“ bislang finanzieren, ohne Eintrittsgelder von den Besuchern zu fordern. Auch die Preise für Speisen und Getränke sind zivil geblieben. Das garantiert, dass alle Willicher Bürger die Möglichkeit haben, sich an der Jazzmusik und den ausgesuchten Produkten der Hand- und Kunsthandwerker zu erfreuen.

(StadtSpiegel)
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